VW-Emblem, große schwarze Wolken: Der Absatz beim Konzern bricht ein | Bildquelle: dpa

Dieselskandal VW zahlt Millionen-Entschädigungen in Kanada

Stand: 13.01.2018 00:41 Uhr

Umgerechnet mehr als 25 Milliarden Euro hat Volkswagen der Dieselskandal in Nordamerika bereits gekostet. Jetzt kommen weitere rund 193 Millionen Euro hinzu: VW einigte sich mit 20.000 weiteren Kunden auf Entschädigungen.

Volkswagen akzeptiert im Abgas-Skandal weitere Millionen-Entschädigungen an Kunden in Kanada. Der Vergleich habe einen Wert von bis zu 290,5 Millionen kanadischen Dollar (191 Mio Euro), teilten der Autokonzern und Klägeranwälte mit. Es handelt sich um eine vorläufige Grundsatzeinigung, die von den zuständigen Gerichten genehmigt werden muss. Zusätzlich soll VW eine Zivilstrafe in Höhe von 2,5 Millionen kanadischen Dollar (1,6 Mio Euro) zahlen. Der Vergleich muss noch von den zuständigen Gerichten genehmigt werden.

Der Konzern verpflichtet sich zu Entschädigungszahlungen, Reparaturen sowie teilweise auch Rückkauf- und Rücknahmeangebote für Besitzer und Leasing-Nehmer von rund 20.000 Dieselwagen mit 3,0-Liter-Motoren. Die Fahrzeuge wurden mit illegaler Abgastechnik ausgerüstet. Konkret betroffen sind VW Touareg, Porsche Cayenne sowie verschiedene Luxuswagen von Audi der Modelljahre 2009 bis 2016.

Milliardenschwerer Vergleich bereits ausgehandelt

Bei rund 105.000 kleineren Dieselfahrzeugen hatte der Konzern in Kanada bereits vor etwa einem Jahr einen ähnlichen Vergleich über 2,1 Milliarden kanadische Dollar (1,4 Mrd Euro) erzielt. VW hatte im September 2015 auf Druck der US-Umweltbehörden eingeräumt, in großem Stil bei Abgastests betrogen zu haben. Weltweit betrifft die Affäre rund elf Millionen Dieselautos. Der Konzern hat bereits mehr als 25 Milliarden Euro an Kosten für Vergleiche in Nordamerika verbucht.

VW-Abgasaffäre - neuer Millionenvergleich in Kanada
Georg Schwarte, ARD New York
13.01.2018 00:14 Uhr

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Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 1. Januar 2018 um 22:00 Uhr.

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