Metallarbeiter | Bildquelle: dpa

Metall-Tarifverhandlungen Kampf um die 28-Stunden-Woche

Stand: 11.01.2018 09:21 Uhr

Im Metall-Tarifstreit sperren sich die Arbeitgeber gegen die Forderung der Gewerkschaft nach kürzeren Arbeitszeiten bei teilweisem Lohnausgleich. Heute wird verhandelt, doch die Fronten sind verhärtet.

Vor der dritten Runde der Tarifverhandlungen in der Metall- und Elektroindustrie stehen sich Arbeitgeber und Gewerkschaft unversöhnlich gegenüber. Hauptstreitpunkt bleibt die Forderung nach kürzeren Arbeitszeiten bei teilweisem Lohnausgleich. Stefan Wolf von der Arbeitgebervereinigung Südwestmetall pocht weiter auf ein Entgegenkommen der Gewerkschaften. "Das, was die IG Metall uns auf den Tisch legt, das gefährdet eben die Arbeitsplätze und ist nicht im Sinne der Menschen", sagte der Verhandlungsführer im ARD-Morgenmagazin.

Er kritisiert die Forderungen der IG Metall als ungerecht gegenüber Beschäftigten, die bereits in Teilzeit sind. Wenn beispielsweise eine alleinerziehende Mutter vor zwei Jahren ohne einen Lohnausgleich ihre Arbeitszeit reduzieren musste, nun aber Männer reihenweise ihre Arbeitszeit auf 28 Stunden bei Entgeltausgleich senken können sollten, dann sei das diskriminierend, so Wolf.

Stefan Wolf, Vorsitzender Arbeitgeberverband Südwestmetall. zu den Forderungen
Morgenmagazin, 11.01.2018

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Forderungen weit auseinander

Die Gewerkschaft fordert für die 3,9 Millionen Metaller sechs Prozent mehr Geld und die Option, die Arbeitszeit befristet auf 28 Wochenstunden senken zu können. Schichtarbeiter, Eltern kleiner Kinder sowie pflegende Familienangehörige sollten einen Teillohnausgleich erhalten, wenn sie ihre Arbeitszeit reduzieren. Die Arbeitgeber bieten zwei Prozent mehr Lohn plus eine Einmalzahlung.

Begleitet werden die Tarifgespräche von umfangreichen Warnstreiks. Seit dem Ende der Friedenspflicht zu Jahresbeginn gingen nach Angaben der Gewerkschaft insgesamt bereits rund 160.000 Beschäftigte für ihre Forderungen auf die Straße. Für heute sind erneut Metaller in einer Reihe von Bundesländern zu kurzfristigen Arbeitsniederlegungen aufgerufen.

Roman Zitselsberger, Bezirksleiter IG Metall, zu den Tarifverhandlungen
Morgenmagazin, 11.01.2018

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Der Bezirksleiter der IG Metall in Baden-Württemberg, Roman Zitselsberger, warf den Arbeitgebern im ARD-Morgenmagazin eine Verwirrungstaktik vor. Die Forderungen der Gewerkschaft seien nicht illegal oder ungerecht. Auch das Argument, Aufträge könnten nicht abgearbeitet werden, wenn mehr Menschen in Teilzeit seien, ließ er nicht gelten. Für Mehrarbeit in den Betrieben gebe es bereits viele Modelle, etwa über Arbeitszeitkonten. Nun sei es an der Reihe, auch Möglichkeiten zu schaffen, damit Menschen, die sich um ihre Familie kümmern oder Angehörige pflegen wollten, auch mal kürzertreten könnten.

Drohung mit Flächenstreiks

IG-Metall-Chef Jörg Hofmann sagte: "Wenn die Arbeitgeber ihre Vetohaltung nicht aufgeben und mit uns über Arbeitszeiten sprechen, müssen wir härtere Geschütze auffahren." Das könnten erstmals Warnstreiks über 24 Stunden oder eine Urabstimmung über Flächenstreiks sein. Er äußerte zudem Unverständnis: Die geforderten Ausgleichszahlungen beliefen sich auf weniger als ein Prozent der bisherigen Lohnkosten.

Den Industriekonzernen gehe es glänzend: Nach Schätzung seines Hauses könnten sie für das Jahr 2017 wohl 18 Milliarden Euro Dividenden an ihre Aktionäre ausschütten - wenn die Gewerkschaft dem nicht zuvorkommt und die Mitarbeiter entsprechend besser beteiligt.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 11. Januar 2018 um 09:00 Uhr.

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