Nahles und Schulz | Bildquelle: REUTERS

Wechsel an SPD-Spitze Nahles soll zügig übernehmen

Stand: 11.02.2018 21:18 Uhr

Andrea Nahles sei die Richtige, um die SPD jetzt durch wichtige Zeiten zu führen - so SPD-Vize Schwesig in den tagesthemen. Schon am Dienstag könnte Nahles kommissarisch den Vorsitz übernehmen.

Wer führt die SPD durch die nächsten Wochen? "Ich unterstütze sehr, dass Andrea Nahles zügig den SPD-Vorsitz übernimmt", sagt SPD-Vizevorsitzende und Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern Manuela Schwesig in den tagesthemen.

Manuela Schwesig, stellv. SPD-Vorsitzende, im Gespräch
tagesthemen 23:15 Uhr, 11.02.2018

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"Sie ist eine starke Fraktionsvorsitzende. Es macht Sinn, dass in diesen Zeiten Fraktion und Partei aus einer Hand geführt werden. Und es macht Sinn, dass die älteste Partei Deutschlands jetzt ein junges und auch ein weibliches Gesicht bekommt", sagte Schwesig. Am Dienstag werde das SPD-Präsidium in Ruhe darüber beraten.

Dem ARD-Hauptstadtstudio liegen Hinweise vor, dass Fraktionschefin Andrea Nahles bereits am Dienstag zur kommissarischen Parteivorsitzenden ernannt werden soll. "Es wird am Dienstag eine Präsidiumssitzung geben, auf der wir über den weiteren Weg beraten" bestätigte SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil.

"Quasi unter der Hand vergeben"

Der schnelle Wechsel von Schulz zu Nahles sorgt bei einigen Parteimitgliedern jedoch für Unmut. Inzwischen wird vor allem aus dem linken Flügel der SPD gefordert, die Mitglieder auch über die Schulz-Nachfolge entscheiden zu lassen. Eine solche Urwahl unterstützt unter anderem die geschäftsführende Familienministerin Katarina Barley.

Die Bundestagsabgeordnete Hilde Mattheis sagte im Berliner "Tagesspiegel am Sonntag", es könne nicht sein, dass der SPD-Vorsitz "quasi unter der Hand vergeben und die Partei vor vollendete Tatsachen gestellt wird". Zur Erneuerung der SPD gehöre auch, dass über das Führungspersonal in einem transparenten Verfahren entschieden werde, so Mattheis.

Drohung mit der Roten Karte

SPD-Generalsekretär Klingbeil ermahnte die Partei, die Personaldebatten einzustellen. "Personalfragen entscheiden wir nach dem Mitgliedervotum", sagte Klingbeil der "Bild am Sonntag". Wer meine, er müsse "Personaldebatten vorher anheizen und Foul spielen", der müsse "mit der Roten Karte rechnen".

Auch SPD-Vizechef Ralf Stegner rief die Genossen dazu auf, sich anstatt um Personal zu streiten, mit den Inhalten des Koalitionsvertrags zu befassen. "Erst mal geht es darum, ob unsere Mitglieder Ja sagen zu diesem Koalitionsvertrag, das ist schwierig genug", sagte Stegner bei NDR Info. "Und darüber muss man jetzt reden und nicht über die Ambitionen einzelner oder die Wünsche anderer."

Nahles schon Dienstag Parteichefin?
Andreas Reuter, ARD Berlin
11.02.2018 18:08 Uhr

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Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 11. Februar 2018 um 23:15 Uhr.

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