Zerstörungen in Ghuta bei Damaskus | Bildquelle: REUTERS

Bürgerkrieg in Syrien Die schlimmsten Kämpfe seit Beginn

Stand: 12.02.2018 21:07 Uhr

Laut UN leidet Syrien unter den schlimmsten Kämpfen seit Beginn des Bürgerkriegs. Das UN-Flüchtlingshilfswerk warnt vor einer Ausweitung des Konflikts, der Sicherheitsrat berät über eine Feuerpause.

In Syrien toben nach Angaben des UN-Hilfskoordinators Ali al-Za'tari derzeit mit die schlimmsten Kämpfe seit Beginn des fast siebenjährigen Bürgerkriegs. Seit dem Aufruf der Vereinten Nationen zu einer einmonatigen Waffenpause vor einer Woche habe sich die Lage im gesamten Kriegsgebiet noch verschlechtert, schrieb der Jordanier.

Syrische Flüchtlinge in Jordanien | Bildquelle: REUTERS
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In Saatari, dem größten Flüchtlingscamp in Jordanien, leben derzeit etwa 80.000 Geflüchtete aus Syrien.

Es gebe Berichte über Hunderte Tote und Verletzte, massive Vertreibungen und von Zerstörung ziviler Infrastruktur einschließlich medizinischer Einrichtungen. "Wir werden gerade Zeugen einiger der schwersten Kämpfe des gesamten Konflikts", schrieb al-Za'tari. "Ich appelliere an alle Parteien und diejenigen, die Einfluss auf sie haben: Hört auf uns und die betroffene Bevölkerung und beendet dieses unerträgliche menschliche Leid."

Die UN hatten am 6. Februar zu einer mindestens einmonatigen Feuerpause aufgerufen, um den Menschen dringend benötigte Hilfe zukommen zu lassen und Verletzte aus den Kampfgebieten herausholen zu können. "Wir müssen jetzt die Menschen in Not erreichen, nicht später", appellierte Al-Za'tari.

Konfrontation zwischen Israel und dem Iran verschärft Syrien-Konflikt
tagesschau 20:00 Uhr, 11.02.2018, Mike Lingenfelser, ARD Tel Aviv

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Sicherheitsrat berät über Feuerpause

Der UN-Sicherheitsrat will über eine 30-tägige Feuerpause in Syrien beraten. Laut einem Resolutionsentwurf soll diese ungehinderten Zugang für humanitäre Helfer in belagerten Gebieten ermöglichen, darunter für das Rebellengebiet Ost-Ghuta nahe der Hauptstadt Damaskus. Russlands UN-Botschafter Wassili Nebensja, der die Resolution mit seinem Veto-Recht verhindern könnte, hatte eine Feuerpause vergangene Woche als "unrealistisch" bezeichnet.

Befürchtung einer Ausweitung des Konflikts

Der Chef des UN-Flüchtlingshilfswerks, Filippo Grandi warnte indes vor einer weiteren Internationalisierung des Konflikts. Diese erschwere eine Lösung, sagte er bei einem Besuch eines Flüchtlingslagers im jordanischen Saatari. Am Samstag hatte Israel einen Luftangriff auf Stellungen in Syrien geflogen. Israel reagierte mit den Angriffen nach eigenen Angaben auf das Eindringen einer iranischen Drohne in sein Gebiet.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 12. Februar 2018 um 20:00 Uhr.

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