Trümmer der abgestüzten Antonow AN-148 | Bildquelle: REUTERS

Unglück nahe Moskau 71 Tote bei Flugzeugabsturz in Russland

Stand: 11.02.2018 16:57 Uhr

Beim Absturz eines russischen Passagierflugzeugs sind Behördenangaben zufolge alle 71 Menschen an Bord ums Leben gekommen. Die Maschine verschwand kurz nach dem Start in Moskau von den Radarschirmen.

Der russische Zivilschutz hat den Absturz eines Passagierflugzeugs nahe Moskau bestätigt. Wie der russische Verkehrsminister Maxim Sokolow mitteilte, kamen dabei alle 71 Insassen ums Leben.

Das Flugzeug war kurz nach dem Start in Moskau vom Radar verschwunden. An Bord der Maschine der Inlandsfluggesellschaft Saratow Airlines vom Typ An-148 seien 65 Fluggäste und sechs Besatzungsmitglieder gewesen, berichteten russische Nachrichtenagenturen.

Laut dem Gouverneur von Orenburg, dem Ziel der Antonow, stammten fast alle Insassen aus seiner Region.

Keine Überlebenden bei Flugzeugabsturz
tagesschau 20:00 Uhr, 11.02.2018, Udo Lielischkies, ARD Moskau

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Menschen an Bord offenbar ohne Überlebenschance

Das Flugzeug sei vom Flughafen Domodedowo in Richtung der Stadt Orsk im Ural aufgebrochen und über einem Feld südlich von Moskau abgestürzt. Nach Angaben der Nachrichtenagenturen berichteten Augenzeugen aus dem Dorf Argunowo von einem brennenden Flugzeug, das vom Himmel gefallen sei. Die Nachrichtenagentur Interfax berichtete, dass die Wrackteile des Flugzeuges über eine Länge von einem Kilometer am Absturzort verteil gewesen seien.

Die Rettungskräfte kamen wegen der schwierigen Wetterverhältnisse zunächst nicht bis zum Absturzort. Sie mussten etwa eine Stunde lang ihren Weg zu Fuß fortsetzen. In der Umgebung Moskaus schneit es schon seit Stunden. Außerdem stürmt es. Dadurch ist die Sicht erheblich erschwert.

Präsident Wladimir Putin sprach den Angehörigen der Opfer sein Beileid aus. Er wies die Regierung an, eine Untersuchungskommission einzusetzen. Die Ermittlungsbehörde und die Staatsanwaltschaft leiteten Untersuchungen wegen möglicher Verstöße gegen die Flugsicherheitsvorschriften ein.

Flughafen Domodedowo bei Moskau | Quelle: Google Earth
galerie

Der Flughafen Domodedowo liegt südlich von Moskau

Mehrere Abstürze in den vergangenen Jahren

Seit 2010 gab es in Russland mindestens vier schwere Unglücke ziviler Verkehrsmaschinen mit zusammen mehr als 240 Todesopfern. Der letzte Absturz ereignete sich im März 2016. Damals stürzte eine Boeing 737-800 aus Dubai bei Sturm auf den Flughafen der Millionenstadt Rostow am Don. Alle 62 Menschen an Bord starben.

Zweieinhalb Jahre zuvor war eine Boeing 737-500 beim Anflug auf die russische Stadt Kasan hart auf der Landebahn aufgeschlagen und in Flammen aufgegangen. Es gab ebenfalls keine Überlebenden, 50 Menschen kamen ums Leben.

Flugzeugabsturz bei Moskau
Sabine Stöhr, ARD Moskau
11.02.2018 17:16 Uhr

Download der Audiodatei

Wir bieten dieses Audio in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Audiodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Mit Informationen von Sabine Stöhr, ARD-Studio Moskau

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 11. Februar 2018 um 14:00 Uhr.

Ihre Meinung - meta.tagesschau.de

Darstellung: