Tanker Sanchi vor dem Untergang | Bildquelle: AFP

Vor Chinas Küste Brennender Öltanker gesunken

Stand: 14.01.2018 12:17 Uhr

Mehr als eine Woche brannte der iranische Öltanker vor der ostchinesischen Küste. Nun ist die "Sanchi" gesunken. Alle 32 Besatzungsmitglieder kamen vermutlich ums Leben. Der Tanker war mit einem chinesischen Frachtschiff zusammengestoßen in Flammen aufgegangen.

Der seit acht Tagen im ostchinesischen Meer brennende iranische Öltanker ist gesunken. Das meldete die staatliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua.

Alle 32 Besatzungsmitglieder - 30 aus dem Iran und zwei Seeleute aus Bangladesch - kamen sehr wahrscheinlich ums Leben. Das iranische Transportministerium erklärte die 30 iranischen Seeleute inzwischen offiziell für tot. Das Ministerium hatte noch gehofft Überlebende zu finden, musste diese Hoffnung aber aufgeben, sagte Vizeminister Mohamed Rastad. Außerdem sei es unwahrscheinlich, dass die Leichen geborgen werden könnten.

Nach iranischen Angaben waren alle Insassen wahrscheinlich bereits unmittelbar nach der Havarie wegen der heftigen Explosion und des Ausströmens von Gas gestorben.

Tanker Sanchi vor dem Untergang | Bildquelle: AFP
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Etwa 13 Schiffe und eine iranische Kommandoeinheit waren an der Rettungsaktion beteiligt.

Lodernde Flammen und schlechtes Wetter

Die in Panama registrierte "Sanchi" war am vergangenen Wochenende 300 Kilometer östlich von Shanghai mit einem chinesischen Frachter zusammengestoßen und in Brand geraten. An Bord des chinesischen Getreidefrachters "CF Crystal" hatten sich 21 Besatzungsmitglieder befunden. Sie wurden als sicher gemeldet.

Etwa 13 Schiffe und eine iranische Kommandoeinheit waren bei schlechtem Wetter an der Rettungsaktion beteiligt. Lodernde Flammen, schlechtes Wetter und dichter Rauch behinderten jedoch die Rettungsarbeiten.

Am Samstag gelang es chinesischen Rettungskräften, die Leichen zweier Besatzungsmitglieder zu bergen sowie Schiffsdaten und Videoaufnahmen zu sichern. Temperaturen von bis zu 89 Grad Celsius im Innenraum des Schiffes hinderten sie jedoch daran, weiter in die Besatzungsräume vorzudringen.

Der Tanker hatte 136.000 Tonnen Leichtöl an Bord. Die chinesischen Behörden schlossen die Gefahr einer Ölpest jedoch aus. Auf der Meersoberfläche sei "kein Öl in größeren Mengen" entdeckt worden, teilte das Verkehrsministerium mit. Bei Berührung mit Wasser verdunstet das Leichtöl sehr schnell, das entstehende Gas ist jedoch hochexplosiv und giftig. Der Marktwert der Ladung betrug rund 60 Millionen Dollar.

Brennender Öltanker vor China gesunken
tagesschau 12:00 Uhr, 14.01.2018

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 14. Januar 2018 um 12:00 Uhr.

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